AD(H)S

Aufmerksamkeitsschwache Kinder benötigen einen sehr strukturierten Alltag, den sie „wie auf Schienen" bewältigen können. Merke: Ein ADS-Kind tut nur das, was angekündigt, eingefordert und hinterher kontrolliert wurde.

Das Kind mit dem ADS-Syndrom mit Hyperaktivität stört und zappelt nicht mit Absicht, die Überaktivität ist bei näherem Hinsehen häufig eine gewisse Plan- und Ziellosigkeit in der Bewegung und in der Aktionsplanung. Auch im feinmotorischen Koordinationsbereich haben ADS-Kinder häufig Schwierigkeiten. Die Kinder brauchen sehr viel Kraft für den reinen Schreibprozess und haben dann keine Fähigkeit mehr, sich auch noch gleichzeitig um die Orthographie zu bemühen. Entsprechend machen sie viele Fehler, die eher einem „Streublümchensalat" aus vielen Schusseligkeitsfehlern ähneln als sogenannten „legasthenen Fehlern".

Viele Kinder mit dem ADS-Syndrom haben zusätzliche Teilleistungsschwächen im visuellen, auditiven, teilweise sogar im taktilen Bereich. Das führt zwangsläufig zu Verzögerungen und Erschwerungen beim Erlernen von Kulturtechniken. Dies kann trotz normaler Intelligenz der Fall sein. In die Sonderschule gehören diese Kinder in der Regel nicht!